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  • Kerstin

Selbstbestimmt während Schwangerschaft und Entbindung

Ein Beitrag zu unserem aktuell neuen Projekt u.a. auch auf Facebook.

Austausch und vieles mehr findest du in unserer Facebookgruppe:


Der Moment indem eine Schwangerschaft bekannt wird, ist „Frau“ einem sehr strengen Programm ausgesetzt. Ob du danach fragst - fragt keiner…

Von überall erreichen dich Empfehlungen, Ratschläge, Warnungen, „du musst“, „du darfst nicht”, „pass bloss auf“, „das blüht dir auch noch“…

Dein/e behandelnde Gynäkologe/in fragen in der Regel eigentlich gar nicht, sondern setzen voraus, dass jede Untersuchung wahr genommen wird. Über die eigentlichen Bedürfnisse der Frau wird selten Bezug genommen.


Das ist halt so, wenn man Schwanger ist.

Kontrolltermine auslassen? Untersuchungen nicht wahrnehmen? Tests auslassen?

Aber warum sollte man? Man will doch das beste für sein Kind… Was aber ist das Beste? Wer weiss das? Und wer darf das entscheiden? WER SOLLTE DAS ENTSCHEIDEN?


Die Ängste, die eine Frau während der Zeit begleiten sind in 99% der Fälle alle die gleichen:

  • reissendes Bindegewebe

  • Geburtsverletzungen von Geburtskanal und Damm

  • Angst vor einer Kaiserschnittgeburt (nicht alle - es gibt unfassbar viel junge Frauen, die sich aus Angst vor der Geburt dafür entscheiden. Wenn Sie nur wüssten wie die Konsequenzen und Alternativen ausschauen.)

  • Angst vor der Geburt wegen den Geburtsschmerzen

  • Ungewissheit über „Wie wird es danach sein?“

  • Verlust der Sexualität durch Schmerzen von Geburtsverletzungen

  • Verlust der Sexualität durch Missempfindungen

  • Inkontinenz

  • Kontrollverlust über den eigenen Körper

Diese Ängste bergen Emotionen mit sich, die wir manchmal schon von Kindesbeinen an verinnerlichen. Wir bekommen ja schon mit, wie unsere Mütter über Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett reden. Unser Unterbewusstsein passt gut auf, dass auch alle Infos gespeichert werden.


Diese Ängste nehmen wir nicht nur mit in der Schwangerschaft und geben die Emotionen an unser Baby weiter.

Diese Ängste können auch Ursache sein, dass wir Entscheidungen treffen, die uns eigentlich widerstreben. Aber weil es halt so ist und und offenkundig schon immer so war, muss es halt wohl so gemacht werden.


Wir leben in einem hervorragenden medizinischen System. Noch nie war die schulmedizinische Versorgung so gut wie heute. Zum Glück!

Wie viele Leben konnten notfallmässig schon gerettet werden? Sowohl von Mutter als auch von Kind.

Wie vielen konnte es möglich gemacht werden, ein Kind zu bekommen wo der natürliche Weg erfolglos war?

Wir sind uns also einig - wir sind froh über den schulmedizinisch hohen Standard!


Du bist schwanger und nicht krank!

Also was jetzt?!


Die neuzeitlichen schulmedizinischen Erkenntnisse sind fast 200 Jahr alt. Und seit fast 200 Jahren von Männern für Männer gemacht. Frauen durften zwar lernen - nicht aber praktizieren.


1865 durfte die erste Frau in Zürich an der Uni Medizin studieren und promovieren. Das ist 165 Jahre her.

Die Medizin hat ihren Ursprung aber bereits um 4000 v.Chr.


Welche klassische begleitende Rolle hatte eine Frau seit jeher bei einer Entbindung inne? - Die der Hebamme.

Warum gab es eine Zeit in der obligatorisch ein Dammschnitt gemacht wurde? Warum hat man wieder Abstand genommen und einen Riss in Kauf genommen? Warum musste man zwangsläufig in Rückenlage gebären? Welcher Mann kann am eigenen Körper Vergleiche ziehen zu sinnvollen Massnahmen während diesen Prozessen?

Alles basiert auf Erfahrungen am Objekt. Am Objekt "Frau".


Je mehr wir damit konfrontiert werden, wie viele Frauen mit ihren Problemen, ihren Ängsten und Sorgen allein gelassen sind, da sich niemand der Ärzteschafft effektiv damit auseinander setzen will, um so mehr sehen wir Handlungsbedarf.

Man wird auch nie ein100% iges Testresultat von irgendeinem Test erhalten. Es gibt Wahrscheinlichkeiten.

Und kein, in der Medizin tätiger, Mensch wird sich dazu verleiten lassen und sagen: Ja, dieses Testresultat ist garantiert. Sie werden ein gesundes Kind bekommen. NIEMALS!


Alles kann - nichts muss. So ist das im Leben und in der Medizin.


Du bist nicht krank - du bist schwanger. Wie wundervoll. Du darfst Leben entstehen lassen und es in die Welt begleiten.

Die Entscheidungsfindung wird nach der Geburt nicht abreissen. Sie wird dann erst Fahrt aufnehmen. Ein Leben lang.


Wir sehen es als unsere Aufgabe, mit den ganzen Erfahrungen die wir bislang machen durften - am eigenen Leib und am Fremden - dich dabei zu unterstützen deinen Körper so fühlen zu können, dass du problemlos in der Lage bist deine Situation mit dir und deinem Baby so einschätzen zu können, dass die Entscheidungsfindung keine Last für dich ist.


Wir sehen es als unsere Aufgabe, dir die Möglichkeit zu geben eine Entbindung erleben zu können, die selbstbestimmt und kontrolliert abläuft. Wo du die Möglichkeit hast, selbst Einfluss zu nehmen über Geburtsverletzungen und deren Ausmass.


Wir sehen es als Aufgabe, dich mit deinem Körper so in Kommunikation zu bringen, dass du auch nach der Schwangerschaft den besten Einfluss auf Funktionalität und Rückbildung nehmen kannst.


Wir sehen es als Aufgabe, dir zu zeigen, wie dein Körper wieder dein Körper werden kann und bleiben kann.


Je früher - je besser!


Komm vorbei und informier dich in ständigem Austausch:


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